Museum Solnhofen - Die Welt in Stein

Rundgang durch das Museum

 

Erleben sie das subtropische Klima, die Vegetation und die Urzeittiere. Sie gelangen in die Erlebniswelt der Urvögel und Dinosaurier. Umrahmt von den beiden Originalen des Archaeopteryx und des Dinosauriers Sciurumimus haben sich in der modernen Ausstellung eine Vielzahl von "Jurassic Stars" zusammen gefunden.

Urvögel und Dinosaurier

Das wohl berühmteste Fossil aus den Plattenkalken ist zweifellos der Urvogel Archaeopteryx lithographica, mit seinen bis heute 11 bekannten Exemplaren und einem Federfund. Gleich zwei dieser Fossilien zeigt das Museum im Original. Aber auch die drei seltenen und nicht weniger berühmten Dinosaurier Compsognathus longipes, Juravenator starki und Sciurumimus albersdoerferi stammen aus diesen Ablagerungen. Der letztgenannte Dinosaurier (Sciurumimus albersdoerferi) wird im Volksmund auch "Xaveropterus" und von der Wissenschaft liebevoll "Paintener Eichhörnchen" genannt. Letztere Bezeichnung zielt auf den schemenhaft erhaltenen buschigen Schwanz ab. Auch dieser kann im Museum im Original besichtigt werden.

 

Landreptilien

Funde von Landreptilien, zu denen die Eidechsen (z.B.: Bavarisaurus sp.) und Brückenechsen (z.B.: Homeosaurus sp.) gehören, sind ebenfalls als absolute Raritäten zu bezeichnen, da diese Tiere nicht zum eigentlichen und direkten Lebensraum "Lagune" gehörten. Diese Tiere stammten von den angrenzenden Inseln bzw. Festländern und wurden zumeist tot eingeschwemmt.

 

Flugsaurier und Insekten

Die vielen Überreste von Flugsauriern (u.a. Pterodactylus kochi und Rhamphorhynchus longicaudus) vermitteln uns ein weiteres Bild des damaligen komplexen Biotops. Die weitaus größte Vielfalt der Landorganismen stellen mit ca. 150 Arten die Insekten (wie Käfer, Wanzen, Heuschrecken, Hautflügler, Eintagsfliegen etc.) dar. Allein die Libellen besitzen in den Solnhofener Plattenkalken mit ca. 20 Gattungen und ca. 30 Arten eine ungeheure Formenvielfalt.

 

Pflanzenfossilien

Pflanzenfossilien, wie Koniferen (z.B.: Brachyphyllum sp.), Farnsamer (z.B.: Cycadopterys sp.) und Palmfarne (z.B.: Zamites sp.) sind ebenfalls Vertreter dieses Habitats und daher keine häufigen Funde im Plattenkalk. Dennoch zeigen uns gerade diese Fossilien heute, was für ein Klima zur damaligen Zeit herrschte und sie helfen somit den Lebensraum rund um die Lagune zu rekonstruieren.

 

Marine Lebewesen

Das Gro der fossilen Funde jedoch stellen die marinen Lebewesen mit mehr als 260 Gattungen. Die größte Vielfalt ist hier bei den Krebsen mit mehr als 60 Arten und bei den Fischen mit ca. 150 Arten zu verzeichnen. Hierunter sind neben den bekannten "Sprotten" Leptolepides sprattiformis u.a. Schmelzschuppenfische, Haie und auch Quastenflosser zu finden. Das weitaus häufigste und bekannteste Fossil in den Plattenkalken ist die freischwimmende Seelilie Saccocoma, die bisweilen in Horizonten ("knopferte Lage") auftritt. Seeigel, Seegurken, Schlangensterne und Seesterne sind eher seltene Vertreter der Echinodermaten. Unter den Cephalopoden sind die Ammoniten das zahlreichste Fossil, wo hingegen Tintenfische, Belemniten und Nautiliden in absteigender Häufigkeit auftreten. Faszinierende Funde liefern die Überreste von Quallen, die trotz der ehemaligen gallertigen Konsistenz, heute phantastische Details zeigen.

Fossilfunde von Schildkröten, Krokodile, sowie Ichtyosaurier und Plesiosaurier runden das Bild des ehemaligen Lebensraum "Lagune und Umgebung" ab.

 

 

 

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